Datenschutz by Design
DSGVO-konforme Umfragen — eingebaut statt angeflanscht
Einwilligungshinweise, Rechtsgrundlagen, automatische Aufbewahrungsfristen, Auskunft und Löschung für Betroffene, EU-Hosting und die Option, alles auf eigenen Servern zu halten.
Ein vollständiger Export von allem, was mit einem Konto verknüpft ist, in strukturierter, maschinenlesbarer Form.
- surveys.json
- responses.json
- drafts.json
- files/
- collaborators.json
- notification-settings.json
Von vornherein weniger erheben
Der günstigste Schutz personenbezogener Daten besteht darin, sie nicht zu erheben. Die Namenserfassung ist je Umfrage optional, eine Pulsbefragung oder Klassenumfrage kann also nichts sammeln, was jemanden identifiziert. Wo die Teilnahme gesteuert werden muss, ohne Personen zu identifizieren, entscheiden Zugangscodes, wer antworten darf — ohne einen Namen an die Antwort zu binden.
Wenn eine Umfrage identifizierende Angaben braucht, gehören Einwilligungs-Banner und Datenschutzhinweise zum Produkt. Du hältst die Rechtsgrundlage fest, auf die du dich stützt, und Teilnehmende sehen vor dem Antworten, wozu sie zustimmen — statt in einer Erklärung, die niemand öffnet.
Namen erfragen
Standardmäßig aus — eine Pulsbefragung braucht keinen.
E-Mail erfragen
Nur nötig, wenn du eine Bestätigung sendest.
Zugangscode verlangen
Beschränkt, wer antworten darf — ohne zu identifizieren.
Pro Antwort gespeichert
{
"answers": [ … ],
"submittedAt": "2026-07-28"
}Der Zugangscode entscheidet, wer antworten darf. Er wird nicht mit der Antwort gespeichert.
Optionale Identifikation
Nach einem Namen fragen, nur wenn er gebraucht wird.
Einwilligung eingebaut
Banner und Hinweistexte ohne eigenes Schreiben.
Rechtsgrundlagen
Festhalten, warum die Verarbeitung zulässig ist.
Speicherbegrenzung, vom System durchgesetzt
Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO verlangt, personenbezogene Daten nicht länger als nötig aufzubewahren — und genau hier scheitern die meisten Organisationen still. Nicht aus böser Absicht, sondern weil sich niemand an eine Umfrage von vor drei Jahren erinnert. Jede Umfrage kann eine Aufbewahrungsfrist tragen; ein geplanter Job löscht oder anonymisiert ältere Antworten täglich, ohne dass jemand daran denken muss.
Anonymisieren statt Löschen ist für Forschung und langlaufende Feedback-Programme oft die richtige Antwort: Die Statistik überlebt, die Personen bleiben nicht identifizierbar, und die Pflicht ist erfüllt.
Die meisten Organisationen scheitern hier still — nicht aus böser Absicht, sondern weil niemand sich an eine Umfrage von vor drei Jahren erinnert. Ein täglicher Job schon.
Antworten, die älter sind, werden automatisch durch einen täglichen Job entfernt. Leer lassen, um sie unbegrenzt zu behalten.
Anonymisieren statt löschen
Behält die Statistiken, entfernt alles Identifizierende.
Nach 90 Tagen bleiben Antworten als anonyme Statistik erhalten.
Betroffenenrechte, die wirklich laufen
Auskunft, Löschung und Übertragbarkeit sind umgesetzt statt beschrieben. Die Daten eines Kontos exportieren in strukturierter, maschinenlesbarer Form — Umfragen, Antworten, Entwürfe, Dateien, Mitarbeitende und Benachrichtigungseinstellungen; die Löschung entfernt das Konto über alle Tabellen hinweg, einschließlich des Identitätsanbieters.
Für Teilnehmende öffnen private Bearbeitungslinks die eigene Einsendung zur Korrektur, ohne dass du ein Konto anlegst — häufig der schnellste Weg, ein Berichtigungsverlangen zu erfüllen.
Auskunft & Übertragbarkeit
Vollständiger, strukturierter, maschinenlesbarer Export.
Löschung
Über alle Tabellen und den Identitätsanbieter hinweg.
Aufbewahrungsfristen
Täglicher Job löscht oder anonymisiert nach Ablauf.
Wo die Daten liegen — und wer den Code lesen darf
Die gehostete Version läuft in der EU. Hochgeladene Dateien werden beim Eintreffen auf Viren geprüft, und Wortwolken-Einsendungen passieren einen Schimpfwortfilter, bevor sie auf einer gemeinsamen Leinwand erscheinen können — eine Kleinigkeit, aber genau die Art Kleinigkeit, die zählt, wenn die Leinwand vor einer Klasse steht.
Falls EU-Hosting nicht genügt: Die gesamte Anwendung ist quelloffen und läuft mit Docker auf eurer Infrastruktur. Das heißt auch, dass eine Datenschutzbeauftragte nachlesen kann, was mit einer Antwort geschieht, statt sich auf die Beschreibung eines Anbieters zu verlassen — die stärkste Zusicherung, die ein Umfragewerkzeug geben kann.
Ein DSB kann den Code lesen, statt einer Beschreibung zu vertrauen
Der Aufbewahrungsjob, der Löschpfad und der Upload-Scanner sind alle öffentlich einsehbar. Das ist die stärkste Zusicherung, die ein Umfragetool bieten kann — und genau deshalb ist Open Source hier wichtig.
Häufige Fragen
- Ist Jackpoll DSGVO-konform?
- Es ist auf DSGVO-Konformität gebaut: Einwilligungs-Banner, Rechtsgrundlagen, Löschfristen zur Speicherbegrenzung sowie Auskunft und Löschung für Betroffene. Konformität hängt immer auch davon ab, wie du es einsetzt — was du fragst, warum, und wie lange du es behältst.
- Wo werden die Daten verarbeitet?
- Die gehostete Version wird in der EU betrieben. Beim Selbst-Hosten läuft die Verarbeitung vollständig auf eurer eigenen Infrastruktur.
- Können Antworten automatisch gelöscht werden?
- Ja. Jede Umfrage kann eine Aufbewahrungsfrist tragen; ein täglicher Job löscht oder anonymisiert dann ältere Antworten.
- Kann ich eine anonyme Umfrage durchführen?
- Ja. Die Namenserfassung ist optional, und Zugangscodes können die Teilnahme einschränken, ohne eine Identität mit der Antwort zu verknüpfen.
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